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Archive for März 2010

Living in a box

Noch niemals habe ich so gerne in einer Wohnung gewohnt wie in dieser. Alle meine vorherigen Wohnungen mochte ich auch, aber die hier ist meine Lieblingswohnung. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut sie zu finden und nun auch wieder loszuwerden – kein Einzug war jemals so anstrengend, kein Sofakauf so zeitaufwändig, kein Vermieter so bizarr. Ich habe um sie gekämpft und fühle mich in ihr wohl wie damals, als ich noch in Mutters Fruchtwasser schwamm (ok, bis auf die latente Einbruchsparanoia). Nun werden wir beiden uns ein Jahr lang nicht sehen und bereiten uns auf den Abschied auf Zeit vor.

Schon mein ganzes Leben bin ich der Meinung, dass ich nicht viel „Krempel“ habe, bei jedem Umzug stellt sich heraus, dass das nicht wahr ist, dann vergesse ich es schnell und behaupte wieder, ich hätte nicht viel Krempel. Hinzu kommt, dass ich meinen Vaterkomplex auslebe, indem ich mir einen Mitbewohner ausgesucht habe, der nicht nur Ähnlichkeiten in der Optik (Bartwuchs), sondern auch im Verhalten (Sammelwut) aufweist. Heute startete also der Versuch, 3 Millionen Tapes auf 1,5 Kubikmeter Abstellraum unterzubringen (neben diversem anderen Krempel). Ich sach ma: Sowas fördert die Kreativität. Landläufig ist man der Meinung, dass Entrümpeln, Aufräumen und Entsorgen zum psychischen Wohlbefinden beitragen, allein durch eine recht platte Reinigungssymbolik. Das funktioniert bei mir leider nicht, ich werfe einfach weg und fühle mich nicht anders als vorher. Wäre fantastisch, der Müll wird zweimal wöchentlich abgeholt, das wäre eine regelmäßige Karthasis, die man ja durchaus in Zeiten der Globalisierung nötig hat. 3 Millionen Tapes stören mich im täglichen Leben nicht, so lange ich genug Platz dafür habe, und ich fühle mich dadurch in keinster Weise belastet. Es stellt sich die Frage, ob ich mich mit nur einem Rucksack befreiter fühlen werde, immerhin muss ich ihn ja mit mir rumschleppen… Im Notfall werfe ich einen von den drei Schlafsäcken weg, das wird, wenn schon nicht meine Seele, so doch zumindest meinen Rücken entlasten.

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Previously on anniland

While inviting everyone to the farewell party, I realized that some people may not have an exact idea of WHY they are actually invited since I refuse to blog in any other language than the one of Schiller and Gööööööööööööööthe. Sorry guys. The simple reasons are a) my laziness and b) my grandad Werner, proud owner of a reading device which is not able to read any English (I’ve tried!) – and since he is the chairman of seniority, he’s the first one I want to keep posted what’s going on in anniland.

However, just to let you know that you won’t drink for nothing next weekend:

Masu, Annika
Frankfurt – Nairobi 10.04.
Back to Brussels… hm… latest end of March 2011

Spots to meet up: Gorillas Rights Watch, Uganda; (sorry, Malawi is already fully booked); Masu’s birthday on Ilha de Mocambique, Mozambik; World Cup, South Africa; Annika’s birthday on Sulawesi, Indonesia; then it gets a little vague, just pop in: Nepal, India, Laos, Cambodia, Thailand.

Current state of mind Masu: relaxed
Current state of mind Annika: hysterical

Major things to do before departure: get the *********** lease contract signed, buy large quantities of imodium, celebrate the leaving, my dad, Rome in springtime and life in general

Please don’t hesitate to come back to me in case anything remains unclear. How I’m gonna miss this sentence. Not more than you, promised.

(Et je vais pas commencer à récrire tout ça en français, vous allez vous débrouiller!)

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Die gesamte Redaktion freut sich mitteilen zu dürfen, dass die Stammleserakquise erfolgreich war (in einem Fall). Dieser Blog hat endlich einen Sinn! Ich weiß gar nicht, warum ich der Bloggerei bisher so skeptisch gegenüberstand, das läuft doch super!

Als Preis erhält der glückliche Leser und Schreiber ein Schweizer Offiziersmesser für die Reise (mit allerfeinsten Bewertungen) sowie eine Gratisverlinkung auf dieser Seite.

And all the „Best Perceptions“ and „Clever Travel Story“ awards go to you.

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Noch ein Thema, mit dem man sich nie beschäftigen muss, wenn man in seiner Höhle bleibt: Einreisebestimmungen. Ich, quasi in Schengen geboren, werde genötigt, um Aufnahme in ein fremdes Land zu bitten. Wie un-an-ge-nehm!

Meine Visaerfahrungen beschränken sich auf das Wissen, dass man in den USA die 7 ohne Querstrich schreiben muss um reinzukommen, und extremes Fremdschämen für den Polizeibeamten als Ohrenzeugin einer hochnotpeinlichen Befragung türkischer Mitreisender am Flughafen Köln-Bonn. Ich also, seit gut 2 Jahren im Besitz des ersten Reisepasses meines Lebens, soll mich nun der Willkür von Grenzkontrollen unterwerfen? Ich, deren Freund einen grünen Reisepass und ein rotes Impfbuch hat und der sich immer noch über Ahoi-Brause freut? Ich, die ihre vom Munde abgesparten Moneten in Entwicklungsländer tragen will, statt sie einem Staat in den Rachen zu werfen, der ein ähnliches BIP wie das gesamte subsaharische Afrika hat? Es ist nicht schön zu sehen, dass man bisher seine Privilegien hin- und wahrgenommen hat, ohne sie wirklich zu hinterfragen. Die Arroganz des Europäers, Bewohner eines Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts…

Abgesehen von der moralischen Fragwürdigkeit der Visa bereitet mir die Unplanbarkeit (nicht lachen!) dieser Vorschriften Sorgen. Sie ändern sich nämlich. Oft. Das muss gar nicht der Herr Gaddafi sein, der sich mal eine Überraschung einfallen lässt, auch Indien hat soeben mal flugs alles umgeschmissen. Rein kommt man, darf auch sechs Monate da bleiben, aber nicht zwischendrin wieder raus. Wer raus ist, darf erst nach zwei Monaten wieder rein. Solche Änderungen stelle ich mir vor allem dann herzallerliebst vor, wenn ich mal schnell auf den Himalaya wollte und dann aber fix wieder zurück zu meinem 100kg Rucksack, der auf mich in Delhi wartet, in der Zwischenzeit gibt es neue Entwicklungen und zack – kann ich es mir für zwei Monate auf dem Himalaya gemütlich machen. Eben diese neue Regel bringt meine wunderbare Indienplanung ganz durcheinander, denn ich wollte doch ERST Commonwealth Games gucken, DANN Trekking in Nepal machen und DANN den Rest von Indien besichtigen (ja nee, is klar, bloß nicht zu viel vornehmen!). Nun muss Commonwealth wohl ausfallen (ERST Trekking geht nicht, um die Jahreszeit regieren die Blutegel im Himalaya), ist aber nicht ganz so schlimm. Ich hatte mich schon so auf ein fünfeinhalbtägiges Cricketspiel gefreut und was ist? Kein Cricket. Die spielen da kein Cricket. Wenn die bei den Commonwealth Games kein Cricket spielen, wo spielen die denn dann? Ausschließlich im Parc Cinquentenaire? Und haben die dann dafür eigentlich ein Visum?

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