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Archive for Mai 2013

We monitor compliance

Kenya Airways ist gar nicht so schlimm, es sei denn, man sitzt neben Chinesen! Aber auch das ging vorueber, und wir wurden mittels Namen-Pappschilds am Flughafen Entebbe puenktlichst und herzlichst empfangen. In der Herberge wartete bereits ein einaeugiger Rezeptionist mit einer dreibeinigen Katze (lt. Nina beide aber ansonsten “gut in Schuss”) darauf, uns in unsere Gemaecher zu fuehren. Die Villa Piri-Piri verfuegte ueber 60qm Lebensraum mit Kueche und Wohnzimmer, welch Luxus!

Villa Piri-Piri

Villa Piri-Piri

Im Garten befand sich ein Pool, der geraeumig Platz fuer zwei Personen bot, daher hier auf besonderen Wunsch die ersten Bikini-Fotos.

Baywatch

Baywatch

Samstag ist nicht nur Bade-, sondern auch Waschtag, und das wird hier selbstverstaendlich mit der Hand erledigt!

Saturday is laundry day

Saturday is laundry day

Zu Anfang der Woche beschlossen wir, dem Grossstadtleben noch aus dem Weg zu gehen, und luden unsere Interviewpartner zu uns nach Hause ein. Die Socken haben wir vorher abgenommen. Ab Dienstag wurden wir dann aber wild und befuhren alles, was sich anbot. Boda-Bodas (Motorradtaxis) bieten sich immer an, allerdings besteht keine Helmpflicht…

Careless driving

Careless driving

Careful sitting

Careful sitting

Lohnenswert war der Besuch des ugandischen Parlaments, wo wir zunaechst ca. 8 Stationen durchliefen, bevor wir ohne Geld, Handy oder sonstiges in den Plenarsaal gelassen wurden. Die Sitzung erinnerte stark an einen britischen Karnevalsverein aus dem 19. Jahrhundert. Der Parlamentssprecher sitzt unter einem betagten Samtbaldachin, vor dem sich die Zuspaetkommenden verbeugen muessen (also alle), hat ein goldenes Zepter und eine ehemals weisse Loeckchenperuecke. Er wird eingelassen von zwei Traumschiffkapitaenen, die den Rest der Zeit damit beschaeftigt sind, Zettelbotschaften zwischen den Abgeordneten hin und her zu tragen. Waehrend der Debatte lief ein munteres Reise nach Jerusalem-Spiel: Wer was zu sagen hat, verliert seinen Sitzplatz, weil die anderen Nachruecken. Das ist besonders dann lustig, wenn der Redner sich wieder auf seinen alten Platz fallen laesst, ohne zu merken, dass der schon anderweitig belegt ist…

Terminlich laeuft alles weiter wie am Schnuerchen. Kurzfristig entstand Verwirrung, als wir nett von einem Mitarbeiter einer grossen deutschen Implementierungsagentur begruesst wurden, und erst einige Zeit spaeter feststellten, dass es der falsche Mann war. Seitdem wissen wir, wofuer es Visitenkarten gibt. An einem der Grosskampftage hatten wir nicht mal Zeit fuer ein angemessenes Fruehstueck, weswegen wir nach dem dritten (!!!) Termin ein Chapati am Strassenrand kauften und kauten. Das war ein interkultureller Super-GAU, da in Uganda auf der Strasse nicht gegessen werden darf. Wir folgten daher der freundlichen Einladung in den Rezeptionsschuppen des Gesundheitsministeriums, wo Nina und der Rezeptionist Vincent erstmal ihre Personalausweise tauschen mussten, bevor weitergegessen werden konnte. Namen sind hier sowieso ein Problem, es gibt naemlich keine richtigen Vor- und Nachnamen. Es gibt nur “name” und “the other name”. Nina zu Vincent: “ You know, in our country, we put the first name… hm… first.” Fand Vincent nicht einleuchtend.

Vincent & Reit

Vincent & Reit

Da wir den Auftrag von unserem Vorgesetzten hatten, auch mal Spass zu haben, knuepften wir schnell Kontakte mit Eingeborenen. Das ist an sich nicht schwierig. Falls wir mal kein Geld mehr haben sollten, verkaufen wir uns gegenseitig. Mit unseren neuen Freunden teilten wir die eine oder andere Pizza und wurden schliesslich zum Kochabend in die Lehmhuette eingeladen, wo wir mit unseren Schnippelfertigkeiten beeindrucken und beweisen konnten, dass wir tatsaechlich zu Hause kein Personal beschaeftigen.

Godfrey & Nina

Godfrey & Nina

Anthony & Annika

Anthony & Annika

An unserem freien Samstag fuhren wir mit Gutfried nach Jinja und bewunderten die Quelle des Nils, den Regenwald, Tee- und Zueckerrohrfelder. Auf dem Rueckweg wurde Gutfried und damit auch wir mal wieder festgenommen. Zuerst wegen telefonieren am Steuer, da das aber widerlegbar war, wegen Alkohol am Steuer, was nicht widerlegbar war, aber auch nicht ueberprueft wurde. Es bestand die Wahl zwischen Auto abschleppen, eine Nacht im Gefaengnis fuer Gutfried und verpasster Flug fuer uns plus 300 USD Strafe oder aber Bestechung des Polizeibeamten. Wir entschieden fuer die zweite Option (billiger und schneller). Das war tatsaechlich ein extrem unangenehmes Gefuehl…

Der Nil

Der Nil

Der Nil & wir

Der Nil & wir

Der Nil, Nina und Godfrey

Der Nil, Nina und Godfrey

Trotz allem hat uns Kampala sehr gut gefallen, weniger Smog, mehr Shopping (wir passen jetzt in Groesse 34 auf der afrikanischen Groessenskala!), mehr gruen, mehr Pizza, mehr Fruehstuecksauswahl,… Als naechstes werden wir eine Propellermaschine der tansanischen Fluggesellschaft besteigen, aber vielleicht hoeren wir nochmal voneinander!

Our mission

Our mission

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Es gab also Burger…

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Abendbrot

Jede schoene Woche beginnt mit einem Montag, fuer Bedienstete des oeffentlichen Dienstes erst mittags, was die Fahrzeit auf grandiose 90 Minuten reduzierte. Wir schlugen puenktlichst bei der Kenya Airport Parking Services auf, endlich mal einen Bieter sprechen, und zwar einen sehr netten, wo es Ananassaft und Plaetzchen gab. Danach nahm das Schicksal seinen Lauf mit einer Fahrt ins praetenzioese Gigiri, wo die UN, die US-Botschaft und die Deutsche Schule wohnen. Leider schafften wir es nicht mit Ninas abgelaufenem Personalausweis auf den UN-Campus, daher trafen wir unseren UN-Kontaktmann in der UN-Coffee Lounge oberhalb des UN-Swimming Pools und luden ihn auf eine Cola Light ein. Es gab schockierende Einblicke in die politische Lage im Land: Korruption, Korruption, Korruption. Als Kenianer hat man (lt. Kontaktmann) drei Optionen: Be part of the system, leave or remain poor. Na bravo! Diese bahnbrechenden Neuigkeiten kosteten uns weitere zwei Stunden Autofahrt und 6.000 Ksh. Schoen fuer Paul…

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Motto der Woche

Dienstag war mit Arbeit gesegnet, vorlaeufiger Rekord in Sachen Interviewfrequenz und Fahrzeit pro Strecke (6 Stueck / 150 Minuten). Da wir den ersten Termin verschieben mussten, hatten wir Zeit fuer einen Spontanbesuch beim Procurement Manager der University of Nairobi.

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Was sich niemand zu sagen traut…

Das Gespraech war kurz, aber eindrucksvoll. Wir hatten zwar Visitenkarten, wurden aber trotzdem als Spione der Regierung oder Terroristen eingestuft, da wir die entscheidende Frage nicht beantworten konnten: “Have you been cleared” Wir : “Watt???” Er: “CLEARANCE!”. Um eine Eskalation zu vermeiden, gingen wir freiwillig in die Mensa.

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Annika arbeitet in der Mensa

Und von dort zum IEE-Pendant von Nairobi, die wiederum sehr, sehr nett zu uns waren. Aus Hoeflichkeit musste Annika dort eine komplette Tasse Milch zu sich nehmen, die kurz mal am Tee vorbeigerutscht war. Puh. Weiter ging es zum Kenya Institue Supplies Management zu Hedwig, Head of Secretariat. Hedwig ist ein Mann. Ein kenianischer Mann. Das ist auf den ersten Blick wirklich sehr verwirrend! Dann noch alte (Chairman der kenianischen Vergabekammer) und neue Bekannte (Vergabeanwaelte) und zwischendrin ein Taxifahrer, der uns doch tatsaehlich im Taxi einsperrte, weil wir nicht bereit waren, den Preis zu zahlen, der dreimal so hoch war wie vereinbart. Frech. Immerhin konnten wir ihn runterhandeln und kamen frei. Zum Glueck holte uns Paul mit Staceys Bruder Tupac ab, einem Land Rover ohne Saugrohr und ohne Sitzmoeglichkeiten fuer Personen ueber 1,79m im hinteren Teil des Wagens. Netterweise ist Paul aber Umwege ueber Asphaltstrassen gefahren, damit Nina sich die Schaedeldecke nicht am Wagendach zertruemmerte (obwohl sie ihm versicherte, dass sie ihren Kopf am Abend nicht mehr brauchen wuerde).

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Nairobi Skyline

Nach diesem erfolgreichen, aber ermuedenden Tag schoben wir Termine auf dem Land in Karen ein, um am Donnerstag wieder frisch gestaerkt und zum letzten Mal in der Innenstadt aufzuschlagen. Eigentlich waren wir eingeladen zu einem Workshop in Narok, was landschaftlich und auch inhaltlich ein Highlight gewesen waere, passte aber zeitlich leider nicht mehr. Bei der Vergabebehoerde war es stattdessen nett wie sonst auch, dann trieben uns ein wenig im Traejscherrie herum, wo die Stimmung wie immer praechtig war,

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Nina arbeitet im Traejscherrie

und entschlossen uns zu einem Verdauungsspaziergang in Nairobi City Center. Wertgegenstaende wurden sicher im Schuh verstaut, Sicherheit geht vor! War trotzdem keine gute Idee, wir sind zwar nicht ausgeraubt, erschossen oder ueberfahren worden, allerdings nur knapp dem Smogtod entronnen. Nachdem wir die freie Zeit bis zum naechsten Termin optimal ausgenutzt hatten, mussten wir leider feststellen, dass die Kontaktfrau leider nicht da war. Hm. Also die ueblichen zwei Stunden auf Paul warten, in denen Annika heldenhaft Nina vor Malaria bewahrte, indem sie die Aufmerksamkeit der Muecken auf sich selbst lenkte.

Letzter Abend! Gab Kaffee und Kuchen!

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Kaffee

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Kuchen

Dann nur noch Abschiedsschmerz von unseren Lieben. Kein Schoener Wohnen mehr mit Dougie, keine lustigen Fahrten mehr mit Paul und Stacey, keine Burger mehr… Kampala nur noch eine Kenya Airways-Stunde entfernt!

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Paul & Stacey

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Jede gute Dienstreise beginnt im Mitropa-Wagen der Deutschen Bahn. In unserem Fall mit nur einstuendiger Verspaetung (Personen auf der Fahrbahn in Essen-Kray) und mit warmen Speisen und Getraenken erst ab Koeln. Also alles wie immer. In Frankfurt lernten wir dann unsere Mitreisenden kennen, die allesamt Hannelore und Guenther hiessen, in Ausfuehrung Fruehrente und Honeymoon verfuegbar, alle mit schicken Safari-Hueten der Hausmarke von Decathlon gekleidet. Wir verstanden recht schnell, dass es sich nicht um einen Flug mit Business-Kaspern nach Nairobi handelte, sondern um den Mombasa-Touribomber mit Zwischenlandung in Nairobbery. Obwohl wir beide muede und gross waren, keine Plaetze am Notausgang mehr frei. Skandal. Also Plan B: Annikas letzte Reihe Trick, der uns immerhin 4,5 Plaetze fuer zwei Personen bescherte und entsprechend viele Condor-Decken. Zur Begruessung gab es Gin Tonic, erste gute Nachricht des Tages! Bei Ankunft kam unser gebuchter Flughafen-Transfer – Ueberraschung! – nicht. Machte nichts, Taxifahrer gibt es ja viele. Aergerlicher dagegen war, dass auch bei unserer Unterkunft niemand anzutreffen war, weil der Chef immer erst um 9 Uhr kommt. Selbst die beiden ausgebildeten Wachhunde Yellow und Blackie ignorierten uns. Unser gebuchtes Luxus twin-bed-ensuite-Zimmer hatte dann leider doch kein Badezimmer, das war uns aber schon erstaunlich gleichgueltig. Waehrend wir die ersten baked beans von vielen zum Fruehstueck verspeisten, beobachteten wir aus dem Augenwinkeln, wie verschiedene Betten hin und her geschleppt wurden, und kaum war der Chef anwesend, war schwuppdiwupp das Komfortzimmer fuer uns umgebaut worden. Ab dem zweiten Tag gab es sogar heisses Wasser, dafuer aber keinen Waermeregulierer, aber wir moegen ja warm!

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Karen Camp von vorne

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Muellabfuhr

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Black & Yellow

Warm ist ein gutes Stichwort, denn Nina musste schmerzlich feststellen, dass es in Afrika sehr kalt sein kann. Danke an Juergen, der dringend von einer zweiten Fleecejacke abgeraten hat! Es ist zwar nicht unbedingt kaelter als in Bochum, allerdings fehlt die Heizung und die Doppelverglasung. Mittlerweile regnet es aber nur noch nachts, wir sind also auf dem aufsteigenden Wetterast. Zurueck zum Chef: Der heisst Dougie, ist eigentlich Neuseelaender und seine Diaet ist schon etwas laenger her. Dougie besitzt zwei Shorts, die er im Wochenwechsel zu tragen pflegt. Eine ist tuerkis, von der anderen wissen wir es nicht genau. Dougie hat ungefaehr sieben Autos, von denen er das schrottigste auswaehlte, um uns netterweise zur naechsten Shopping-Mall zu fahren. Dort verbrachten wir gefuehlte sechs Stunden, um mit zwei Telefon-Simkarten, aber ohne Internet-Simkarte zurueckzukehren. Zum Glueck hatte Dougie aber noch was in Reserve, so dass wir nun voll ausgestattet sind. Die Internetnutzung des campeigenen WiFis beschraenkt sich auf die arbeitnehmerfreundlichen Zeiten 7:30-8:00 sowie 13:30-14:00, und zwar ausschliesslich auf das Abrufen von Emails, was Nina konsequent missachtet.

Unsere Mitbewohner setzen sich zusammen aus zwanzigjaehrigen Missionaren aus dem gelobten Land Texas, versprengten Overland-Teilnehmern und Individualreisenden mit eher aussergewoehnlichen Biografien und Autos mit Saugrohren. Gerne treffen sich hier auch am Wochenende aus der Kolonialzeit uebriggebliebene Englaender zum froehlichen nachbarschaftlichen Barbecue oder auf eine Cheesy German Sausage (9 inches). Wir kennen uns mittlerweile recht gut mit landesueblichen Kneipenspielen aus, die in Deutschland allerdings verboten sind (cf. Verkehrssicherungspflicht). Die Speisekarte setzt sich zusammen aus den bereits erwaehnten baked beans und pub grub. Also Burger. Ist aber ganz lecker. Zur allgemeinen Enttaeuschung sei noch gesagt, dass wir weder vom Essen krank geworden sind, noch von wilden Insekten angegriffen wurden.

Karen Camp Parkplatz

Karen Camp Parkplatz

Es folgte ein erster Ausflug nach Nairobi City Center zwecks Orientierung, vor dem wir von unserer Herbergsmutter Anne gewarnt wurden, wir duerften ausschliesslich mit Bewaffneten sprechen. Wir lernten unseren privaten Fahrer Paul und sein Auto Stacey kennen, der leider auch nicht verhindern konnte, dass Nina im Smog fast erstickt waere. Davor hatte uns keiner gewarnt, ebenso nicht vor den rush hour Zeiten, so dass wir fuer den Rueckweg ins beschauliche Karen lediglich 120 Minuten benoetigten. Das City Center umfasst ca. acht Querstrassen, ist ungefaehr so sicher wie Wattenscheid nachmittags und recht frei von Sehenswuerdigkeiten.

Unsere ersten Interviews waren sehr ergiebig, sogar besser als erwartet. Wir begannen mit Transparency International und der Weltbank (Adel verpflichtet oder: nicht kleckern, klotzen), es folgten die Konrad-Adenauer-Stiftung und die uns bereits bekannten Gesichter der GIZ. Spontan besuchten wir noch ein College, das sich im 9. Stock eines Hochhauses befand, das zwar nicht ueber Strom, aber ein begehbares Holztreppenhaus verfuegte. Wir interviewten einen hochrangigen Mitarbeiter des Instituts, leider stellte sich erst am Ende des Gespraechs heraus, dass es sich nicht um einen oeffentlichen Auftraggeber handelte. Trotzdem oder gerade deswegen sehr interessante Einsichten! Auf der Fahrt vom GIZ-Haus zum sogenannten Treasury (sprich: Traejscherrie, das ist das Finanzministerium) passierte Paul ein kleines Missgeschick, oder wie er sagte: “I pushed the other car”, was allerdings folgenlos blieb. Das Treasury verfuegt ueber mehrer Aufzuege und hat bereits unsere Idee des Mitarbeiterfahrstuhls an der RUB umgesetzt, Respekt! Sollte jemand mal zu Besuch im Treasury sein und die Toilette benutzen muessen, unbedingt die von der Sekretaerin ausgehaendigte Klorolle entgegennehmen und dabei nicht lachen! Zitat Nina: “Treasury ist wie Campingplatz am Biggesee”. God bless you.

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Buero

Da wir fleissige Bienchen sind, arbeiten wir auch Samstag im Country Club, wo wir ein Treffen mit Humphrey ausgemacht hatten. Es war uns entfallen, um wen es sich genau handelte, also begannen wir das Gespraech mit: “Sie promovieren also zum Thema Vergaberecht?!” Antwort: “Richtig. Nebenberuflich bin ich auch Abgeordneter im Parlament.” Da war es uns kurzfristig etwas unangenehm, dass wir zu spaet gekommen waren, weil Paul auf dem Weg verhaftet worden war wegen illegaler Personenbefoerderung. Die Polizistin stieg zu uns in den Wagen, begruesste uns freundlich und sprach zu uns: “I have arrested your driver and I will take him to the police station.” Das war nicht ganz korrekt, denn ER fuhr SIE ja zur police station, da sie gar kein Auto hatte. Die Wache sah aus wie eine Filiale der Opel Scheune, und nachdem eine “Kaution” gezahlt wurde und der Gerichtstermin im Amtsgerichtsbezirk Kibera (das ist der zweitgroesste Slum von Subsahara-Afrika) feststand, konnten wir unsere illegale Fahrt fortsetzen. Der Abgeordnete war auch nicht boese ob unserer Verspaetung, sowas passiert eben.

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Karen Police Station

Am Tag des Herrn goennten wir uns eine Pause und fuhren statt zur Kirche zu einem Elefanten-Waisenhaus. Die Elefantenbabies waren natuerlich unglaublich niedlich und wir im Merchandising-Shop, woraufhin wir nicht mehr genuegend inlaendische Devisen fuer das Giraffen-Center hatten. Der Dollar-Notgroschen half, und die Giraffen, Schildkroeten und Warzenschweine waren genauso niedlich. Giraffen haben blaue Zungen, 32 Zaehne, 7 Halswirbel und werden in Gefangenschaft 25-30 Jahre alt. Verstoerenderweise heissen sie alle Daisy. Nun werden wir zur Feier des Tages Pizza statt Burger essen und die Al Jazeera-Version des Tatorts gucken.

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Langata Giraffe Center

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Aussicht

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Baby-Elefant

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Noch ein Baby-Elefant

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Daisy

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Schnarchendes Warzenschwein

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Alte Herren

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Daisy von hinten

Fazit: Es geht uns praechtig, die Fleecejacken mueffeln und wir starten morgen in eine verheissungsvolle zweite Interviewwoche. Freut euch jetzt schon auf Hedwig!

P.S.: Der Abend lief nicht wie erwartet. Wir wurden von einem indisch-ugandischen Pilzzuechter abgefangen und auf eine Sikh-Party eingeladen. Es gab dann doch wieder Burger…

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